Vereinfachte 3D-PDF-Erstellung aus VRML und STL

U3D-2-PDF Tool
U3D-2-PDF Tool für MikTEX

In meinem Beitrag 3D-PDF kostenlos mit Open Source berichtete ich vor langer Zeit, wie man mithilfe von LaTEX und Meshlab aus VRML und STL mit wenig Aufwand 3D-PDF-Dateien erzeugen kann. Meister Lumpi griff die Idee damals auf und entwickelte eine kleine Oberfläche, welches die Arbeit noch weiter vereinfachte. Mittlerweile hat er es über einen längeren Zeitraum weiter gepflegt und es hat sich zu einem recht brauchbaren Werkzeug entwickelt. „Vereinfachte 3D-PDF-Erstellung aus VRML und STL“ weiterlesen

Dateianhänge an PDF-Dokumente

Anhang im Adobe Readerpdftk hat neuerdings eine interessante Option namens attach_files zu bieten. Diese Option fügt beliebige Dateianhänge an PDF-Dokumente an. Dies ist z.B. sehr sinnvoll, wenn zu einer Dokumentation eines Programms gleich der Quellcode mitversendet werden soll. Der Adobe Reader kann beim Empfänger alle angehängten Dateien direkt aus dem PDF-Dokument herauslösen und auf der Festplatte ablegen.

Das Anhängen von Dateien funktioniert natürlich auch mit 3D-PDFs. So kann man z.B. originale CAD-Modelle als Dateianhang mit in die PDF-Datei einbetten.

Hier ein Beispielaufruf, welches die Dateien anhang1.zip und anhang2.doc in das Dokument Ursprungsdokument.pdf einbettet und das Resultat als beispiel_mit_dateianhaengen.pdf speichert:

pdftk.exe Ursprungsdokument.pdf attach_files anhang1.zip anhang2.doc output beispiel_mit_dateianhaengen.pdf

HTML zu PDF oder Postscript

Webseiten in eine PDF-Datei zu wandeln, ist technisch eine große Herausforderung. Unterschiedlicher könnten beide Dateiformate nicht sein. HTMLDOC versucht den Spagat und wandelt Webseiten und HTML-Dateien (auch kostenlos) in indiziertes HTML, PDF und Postscript.

Und in die andere Richtung geht es mit pdftohtml.

Microsoft-Einschränkungen zur Automatisierung von Office

Wenn Microsoft Applikationen z.B. per COM automatisiert werden sollen, können allerlei Komplikationen auftreten, da diese Anwendungen in erster Linie zur interaktiven Bedienung konzipiert sind. So kann z.B. auf einem Konvertierungsserver, der Office Dokumente konvertiert, kein Mensch auf den OK-Button klicken, wenn Office mal eine Rückfrage hat und ein Popup Fenster anzeigt.

Trotzdem bleibt es oft nicht aus, diese Dokumente auf einem Server zu verarbeiten. Mit ein paar Tricks und diversen Voreinstellungen lassen sich aber die meisten Popups und Rückfragen unterbinden. Trotzdem ist Microsoft so fair und weist auf deisen Umstand in einem Knowledge Base Artikel hin:

http://support.microsoft.com/kb/257757/DE/

Mein Tipp: OpenOffice geht da einen komplett anderen Weg: Es ist von Haus aus darauf ausgelegt, auch als Server zu arbeiten. Wenn es daher in Ihren Projekten Sinn macht, sollten Sie OpenOffice als Alternative in Erwägung ziehen. Es bietet viele nützliche Arten der Automatisierung an und liefert sogar Python als eigene Scriptsprache für Automatisierungszwecke mit. Und per COM lässt es sich genau so komfortabel verwenden wie Microsoft Office.

HPGL zu PDF mit Open Source

Manch einer muss schon sehr sehr lange suchen, bis er einen vernünftigen HPGL zu PDF Konverter im Internet findet, den er auch kostenlos verwenden darf. Das Angebot ist merkwürdigerweise sehr klein und die wenigen Angebote sind oft noch kostenpflichtig dazu. Nach langer Recherche bin ich nun im Linux Lager fündig geworden, dessen Tools auch für Windows kompiliert auf http://gnuwin32.sourceforge.net verfügbar sind. Damit steht der Konvertierung von alten CAD-Zeichnungen, die bekanntlichermaßen oft im HPGL Format vorliegen, in ein modernes Dokumentenformat wie PDF nichts mehr im Wege.

Dort findet man auch ein Batch Tool hp2xx, welches HPGL in ansehnlicher Qualität zu PDF konvertieren kann. Neben PDF werden noch vielen andere Formate wie DXF, EPS, Postscript, JPG, PCL, PCX, PNG, SVG und TIFF unterstützt.

Wenn man die Stiftdefinitionen zur Hand hat, kann man das Tool wie folgt verwenden:

hp2xx.exe -c 00000000 -m pdf -p 23578111 
-f newfile.pdf drawing.gl

Der Schalter -c setzt die Farbe für alle 8 Stifte auf 0 (S/W) und -p setzt die Strichstärken für alle 8 Stifte, wobei die angegebenen Zahlen in Zehntelmillimeter angegeben werden müssen. Also PEN1=0.2 mm, PEN2=0.3 mm, PEN3=0.5 mm, PEN4=0.7mm usw.

PDF und Postscript online ohne Browser Plugin betrachten

Wer kennt es nicht. Man möchte mit einem PC ein PDF Dokument online betrachten. Aber es ist kein Plugin wie der Adobe Reader o.ä. installiert. In der Regel kann man sich dann diese Dokumente natürlich nicht anschauen, was sehr frustrierend ist.

Eine Alternative für kluge Webmaster ist das Open Source Tool PSView. Damit können sich Besucher einer Website diese Dokumente dynamisch als Bilddateien betrachten.

Die Website von PSView verspricht:

This is an online viewer, with which you can view PDF and PostScript files as browsable images and Word documents as web pages. Given a URL on the net or a file on your computer, the viewer will try to retrieve the document, convert it and show it to you. No plugin software is required.

PDFs zusammenführen/verbinden mit Ghostscript

Dieses Ghostscript-Beispiel demonstriert, wie drei PDF Dokumente in einer vierten PDF-Datei zusammengeführt (konkateniert) werden. Es können auf diese Weise beliebig viele PDF Dokumente per Ghostscript miteinander verbunden werden.

c:\\gs8.60\\bin\\gswin32c.exe -dNOPAUSE -sDEVICE=pdfwrite 
-sOUTPUTFILE=Merged.pdf -dBATCH 1.pdf 2.pdf 3.pdf

Für Python Enthusiasten empfhielt sich der Weg über das Python Modul PyPDF.

Kostenlose elektronische Signatur für PDF Dokumente

Früher konnte man PDF Dokumente nur mit teurer Zusatzsoftware elektronisch signieren. Nun hat die Stadt Wien im Rahmen der Linux-Umstellung im Juli 2007 ein Open Source Werkzeug entwickelt, das PDF-Dateien signiert. Benötigt wird dazu:

  • Portable Signer
  • Java 1.5 und höher
  • Eine PKCS#12-Datei mit dem persönlichen digitalen X.509 Zertifikat (z.B von CAcert)
  • Die zu signierende PDF-Datei

Portable Signer ist als Open Source erhältlich und ermöglicht es, den Nutzern einzigartige und unverwechselbare PDF-Dokumente zu erstellen. In einigen Ländern ist bereits die elektronische Signatur mit einer geleisteten Unterschrift gleich zu setzten.

Das Tool basiert auf Java und ist halbwegs plattformunabhängig. Nur ein entsprechendes Zertifikat wird benötigt, das man sich bei Bedarf z.B. bei CAcert.org selbst erzeugen kann.

Hier geht es zur Webseite des Portable Signers: http://portablesigner.sourceforge.net/