Google Appengine bekommt PHP

Google AppengineGoogle Appengine unterstützt jetzt PHP. Neben Python und Java wird nun auch PHP als Scripting Lösung für die Webhosting-Plattform eingeführt. Grundsätzlich finde ich das sehr gut. Jedoch bin ich überzeugt, dass Appengine weiterhin nur sehr versierte Webentwickler anziehen wird, weil für den Betrieb der vielen PHP-Anwendungen oft MySQL vorausgesetzt wird. Ist PHP in Appengine nun eine sinnvolle Ergänzung oder der nächste Schritt für Google als Mainstream Hostinganbieter?

PHP ist definitiv Mainstream

Python und Java sind Programmiersprachen, die fast ausschließlich im wissenschaftlichen, professionellen oder kommerziellen Umfeld zu finden sind. Die meisten Hostinganbieter bieten es zwar auch an. Aber der Großteil aller Webanwendungen basieren nun doch auf PHP und MySQL. Will Google jetzt diese Anwender an sich binden?

Ich glaube (noch) nicht. Denn es fehlt hierfür noch die Unterstützung von MySQL. Diese ist zwar auf der Roadmap. Aber keiner weiß genau, wann es kommt. Aber wenn es kommt, dann wird Google sicherlich viele neue Kunden in die Arme schließen.

Nachtrag: Unter https://developers.google.com/appengine/articles/wordpress ist eine Beschreibung zu finden, wie man WordPress ohne MySQL, stattdessen mit CloudSQL zum Einsatz bringt.

Amazon ist weiter

Amazon WebservicesBis dahin muss Google das Feld dem starken Konkurrenten Amazon überlassen. Denn Amazon Elastic Beanstalk, so heißt die Umgebung, die heute genau das liefert. Nämlich klassische LAMP-Anwendungen (Linux, Apache, MySQL, PHP) auf einer High Performance Umgebung von Amazon. Amazon scheint hiermit genau das anzubieten, was bald auch in Appengine funktionieren könnte.

Trotzdem nichts für Anfänger

Auch wenn es sehr verlockend klingt, Webanwendung auf einer Plattform wie Google oder Amazon zu betreiben. Einfach ist es noch nicht. Man muss unter Umständen einfaches Scripting beherrschen, Versionsverwaltungstools (bei Amazon wird GIT vorausgesetzt) einsetzen und sich ab und an auch mal in die Arbeit eines Webservers versetzen. Also wissen, wie ein Request verarbeitet wird und sich dafür eine Response-Methode schreiben.

Dafür aber eine tolle Spielwiese für eingefleischte Webentwickler

Ob Appengine oder Elastic Beanstalk, beide High Performance Plattformen bieten wahnsinnig skalierbare Umgebungen, die mit verschiedenen Programmiersprachen, modernen Webframeworks und Datenbanksystemen daherkommen. Im Falle von Appengine ist bis zu einem nennenswerten Datenverkehr auch alles kostenlos. Erst wenn nennenswert viele Besucherzahlen zu verzeichnen sind, muss man für den Service auch bezahlen. Dies ermöglicht, gerade in der Etwicklungsphase auch mal experimentieren zu dürfen und kostenfrei verschiedene Lösungen zu probieren.

Also doch nur für Profis?

Als Website-Betreiber, der vielleicht WordPress, Joomla oder ein Forum betreibt, kann man diese Meldung sicher getrost ignorieren. Diese Anwendungen lassen sich heute schon per Mausklick bei den klassischen Hostinganbietern wie Strato, Hosteurope und Co. installieren. Wer aber spezielle Weblösungen entwickelt, die extremen Besucherzahlen standhalten muss, dem stehen mit Amazon oder Google heute äußerst flexible Umgebungen zur Verfügung. Nicht selten sind sogar besonders innovative Lösungen dabei entstanden.

Die E-Zigarette – ein Dorn im Auge der Politik und Lobbyisten

Aufbau der E-Zigarette

Mehr als 2 Mio. Menschen „dampfen“ schon E-Zigaretten in Deutschland. Die Tendenz ist steigend. Die deutlich gesündere Alternative zum Rauchen heißt elektrische Zigarette. Statt Tabak zu verbrennen und mehrere tausend Giftstoffe zu produzieren, wird in der E-Zigarette eine Nikotin-haltige Flüssigkeit mit ungefährlichen Lebensmittelbestandteilen und geschmackvollen Aromen erhitzt und verdampft. Der dabei entstehende Dampf sieht genauso aus wie der Rauch einer herkömmlichen Zigarette und imitiert diese ziemlich gut nach.

Sehr viele Dampfer haben (bedingt durch die vielen Vorteile) ihre E-Zigaretten sehr lieb gewonnen und zahlen dadurch, dass der Markt dafür noch nicht reguliert wurde, keine Tabaksteuer mehr. Und das ist bei vielen schon seit Jahren so. Unserem Staat sind nicht nur dadurch im letzten Jahr die Tabaksteuereinnahmen um 13,9 % eingebrochen. Bei 14,3 Millarden geschätzten Einnahmen aus der Tabaksteuer in 2012 ergibt das einen Verlust von 2,3 Millarden Euro – wegen dem Verzicht der Bürger auf Tabakprodukte.

2,3 Euro Milliarden sind kein Pappenstiel. Und so tauchen in den Medien immer wieder Zitate aus wissenschaftlichen Studien auf, die die E-Zigaretten als gefährlich darstellen. Aktuell z.B. vom Bundesinstitut für Risikobewertung. Bei näherer Betrachtung aber (ich habe mir die Mühe nicht gemacht, aber die Dampfergemeinde tut dies regelmäßig) erweisen sich diese Berichterstattungen als haltlos und schlecht recherchiert. Bisher konnte keine einzige Studie wissenschaftlich fundiert nachweisen, dass die E-Zigarette wenigstens ein wenig gefährlich ist. Ein Schelm, wer Böses über die Tabak- und Pharmalobby denkt.

Da aber eine Gefahr dem Bürger nicht verkauft werden konnte, versucht die Politik nun, die E-Zigarette als Arzneimittel einzustufen. Siehe auch die Niederlage der NRW-Gesundheitsministerin Steffens.

Die Tabak- und Pharmalobby befindet sich hier zusammen mit der Politik in einer ganz schönen Zwickmühle. Wie viele Millarden gehen noch verloren?

Ich finde das Ganze sehr belustigend – nein ich bin sogar schadenfroh. Mir ist erst nach dem Umstieg auf die E-Zigarette klar geworden, wie herzlich wenig es die Gesundheitspolitik interessiert, wie viele Raucher von der Tabak-Zigarette nicht loskommen und jährlich daran sterben. Und das obwohl eine echte Alternative mit der E-Zigarette gerade marktfähig geworden ist. Wenn man sich aber das gewinnträchtige Geschäft von Tabak- und Pharmaindustrie mit der Gesundheitspolitik anschaut, wird einem einiges klar. Da interessiert es mich dann auch herzlich wenig, wie viele Steuereinnahmen der Staat durch die E-Zigarette verliert.

Wer die Petition gegen die Einordnung der E-Zigarette als Arzneimittel unterschreibt, kann vielleicht etwas bewegen. Ich bin da aber nicht sehr optimistisch, weil es nun mal sehr viele Felle sind, die der Politik nun davon schwimmen.

HTML-like PDF-Erzeugung

Mit dem Python Modul PDFDocument im Zusammenhang mit Reportlab lassen sich spielend leicht PDF-Dokumente mit Python generieren. Es werden dabei zwei verschiedene Templates (für Reports oder im Letter-Style) verwendet, mit denen sich anhand einer HTML-ähnlichen Syntax PDF-Dateien erzeugen lassen.

Hier die unterstützten Typen:

  • pdf.style.normal
  • pdf.style.heading1
  • pdf.style.heading2
  • pdf.style.heading3
  • pdf.style.small
  • pdf.style.bold
  • pdf.style.right
  • pdf.style.indented
  • pdf.style.paragraph
  • pdf.style.table

Lastpass gefällt

Ich habe in der letzten Zeit mit dem Passwort-Manager Lastpass sehr gute Erfahrungen gemacht. Vor allem gefällt mir die Integration in die wichtigsten Web Browser.

Egal ob Internet Explorer, Firefox oder Chrome. Alle Browser nutzen dank einer ausgeklügelten  Integration die gleiche Passwort-Datenbank. Diese wird zwar im Netz gespeichert. Aber die Plattform hat sich mittlerweile als sichere Anwendung etabliert.

3D PDF Reader auf dem iPad

Techsoft 3D hat nach Vorbild des Adobe Readers einen 3D PDF Reader für iOS entwickelt, mit dem man genauso wie auf dem Desktop 3D PDFs, U3D und PRC-Dateien in 3D visualisieren kann. Er ist im Appstore für 4,49 € erhältlich.

Auch Acrobat 3D in der kostenlosen Adobe Creative Suite dabei

Seit gestern (07.01.2013) verschenkt Adobe seine Creative Suite 2 (CS2) – und zwar vollständig inklusive Adobe Acrobat, Illustrator, GoLive, InDesign, Photoshop und Premiere.

Die Meldung reißte nicht nur den Webserver von Adobe vom Hocker. Den ganzen Tag lang war die Downloadseite nicht erreichbar. Heute im Laufe des Tages konnte man langsam wieder zugreifen.

Zu meiner Überraschung fand sich in der Creative Suite 2 auch Adobe Acrobat 3D, worüber sich CAD-Freunde sicher sehr freuen werden. Denn damit kann man 3D CAD-Modelle nach PDF wandeln.

Update:

Anscheinend war es nur ein Versehen, dass Adobe CS2 samt Seriennummern über die Website jedem angeboten wurde. Daher wurde kurzfristig der Download wieder deaktiviert. Einen weiteren Tag später ist die Downloadseite aber wieder verfügbar und die Software kann wieder heruntergeladen werden.

Interessant, wie solche techn. Pannen gedeutet werden und was für ein Wirbel sie erzeugen. Aber trotzdem Hut ab vor Adobe, die damit ziemlich souverän und locker umgegangen sind und künftg anscheinend weitere Downloads wie Aktivierungen tolerieren! Mehr dazu findet sich im Forum von Adobe .

Update 31.01.2013:

So jetzt schränkt Adobe die Nutzung doch ein. Und zwar dürfen jetzt wie erwartet nur noch Nutzer mit erworbenen Lizenzen von Adobe die Software verwenden: News bei heise.de

Spracherkennungssoftware – taugt das was?

Da ich des Öfteren längere Texte verfasse, habe ich mir mal Gedanken gemacht, ob Siri, Dragon Naturally Speaking für Windows u.ä. Diktiersoftware heute praxistauglich eingesetzt werden können. Bereits 2003 ein Thema, habe ich vor 10 Jahren teile meiner Diplomarbeit einmal mit Dragon Naturally Speaking verfasst. Damals aber war Diktiersoftware noch relativ neu, sodass ich nicht durchgehend gute Ergebnisse erzielen konnte. Die Frage für mich lautete also: Heute, 10 Jahre später sollte diese Art von Software doch viel ausgereifter sein als früher und die Ergebnisse entsprechend gut sein. Ist das tatsächlich so?

Mein Anwendungsfall

Zugrunde liegt in meinem Fall das Schreiben von längeren deutschen und englischen Spezifikationen mit Microsoft Word. Wo und wann ich die Texte erfassen will, sollte keine Rolle spielen.

Bezogen auf diesen Anwendungsfall bietet sich bei mir am PC der Platzhirsch Dragon Naturally Speaking und im mobilen Einsatz (z.B. im Hotelzimmer) Siri auf dem iPhone und iPad an.

Zu berücksichtigende Störfaktoren

Leider sind bei mir auch einige nicht zu unterschätzende Störfaktoren wie Umgebungsgeräusche vorhanden, die den Einsatz von Diktiersoftware üblicherweise erschweren:

  • Motorgeräusche während einer Fahrt im Bus, in der Bahn etc.
  • Kindergeräusche im Hintergrund
  • Telefonierende Kollegen

Darüberhinaus bin ich etwas Scheu, was das freie Sprechen mit einem Computer angeht. Ich finde diese Art der Eingabe doch recht merkwürdig. Es gehört einige Überwindung dazu, völlig frei trotz aller Konzentrationsstörungen in das Mikrofon zu sprechen. Aber das gibt sich nach kurzer Zeit der Gewöhnung und kommt nicht wieder zurück.

Ein Praxistest

Ich habe nun mal einen Test gemacht und diesen Anwendungsfall einmal mit den genannten Anwendungen auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis ist eigentlich recht positiv:

  • Sätze werden generell schon nach einem kurzen Training gut erkannt. Siri benötigt kein Training.
  • Kleine Versprecher werden fehlertolerant versucht zu korrigieren
  • Die Eingabe geht sehr schnell vonstatten
  • Viele Zusatzfunktionen wie Steuerung des PCs möglich

Es gibt aber auch Schattenseiten

  • Dialekte werden nicht gut erkannt
  • Satzzeichen müssen mitdiktiert werden
  • Ähnlich klingende Wörter können bei unklarer Sprechweise falsch erkannt werden. z.B Unfall -> Umfall. Diese sind schwer zu finden und zu korrigieren.
  • Im mobilen Einsatz müssen die Texte von Siri als Notiz erfasst und in ein Word Dokument gebracht werden – umständlich.
  • Umgebungsgeräusche verhindern zuverlässige Erkennung

Fazit für mich

Diktiersoftware ist heute deutlich weiter als vor 10 Jahren. Da trägt aber nicht nur die Software selbst zu bei sondern auch moderne Hardware, die dank schneller Multikern-Prozessoren auch sehr viel flotter arbeiten.

Insgesamt sind die Systeme aber schon sehr ausgereift. Insbesondere hat Apple dank Siri viel dazu beigetragen, dass man nicht mehr wie ein Außerirdischer angestarrt wird, wenn man mit einem Computer oder Handy spricht. Es wird zunehmend zur Normalität, mit elektronischen Hilfsmitteln jahrtausende alte menschliche Vorgänge durchzuführen.