Mustafa Görmezer

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Wie funktioniert die Rufnummernübernahme einer Mobilfunknummer?

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Die Rufnummernmitnahme wird auch MNP (steht für Mobile Number Portability) oder einfach Portierung genannt und wird generell durch die Bundesnetzagentur geregelt. Sämtliche Mobilfunkanbieter sind dazu verpflichtet, den Export einer Mobilfunknummer zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. Sie dürfen auch eine Gebühr dafür berechnen, diese beläuft sich in der Regel auf 25 - 30 Euro. Die "reguläre" Portierung ist ab 123 Tagen vor (bei Laufzeitverträgen), bzw. bis zu 85 Tage nach Vertragsende möglich. Danach ist die Rufnummer nicht mehr für den Kunden reserviert und wird irgendwann neu vergeben.

Der Ablauf bisher

Der Kunde kündigt erst mal bei seinem Mobilfunkanbieter. Dann beantragt er innerhalb der Frist bei einem neuen Anbieter einen neuen Mobilfunkvertrag und gibt bei Bestellung an, dass er seine alte Rufnummer mitnehmen möchte. So sieht es z.B. bei DeutschlandSIM aus. Kein Anbieter ist aber dazu verpflichtet, eine Rufnummer zu importieren. Das liegt vermutlich an der Privatautonomie. Aber trotzdem wünschen sich das viele Kunden. Daher bieten fast alle Anbieter diesen Service auch an. Er ist i.d.R. kostenlos. Der neue Anbieter versucht dann nach Erhalt des Auftrags vom Kunden, die Rufnummer vom alten Anbieter zu importieren. Der Vorgang läuft automatisiert ab und ist sehr sensibel. Daher ist es wichtig, dass einige Daten wie Vertragsinhaber und Geburtsdatum übereinstimmen. Natürlich müssen auch Rufnummer und abgebender Anbieter usw. korrekt angegeben, sowie die Frist eingehalten werden. Stimmt nur ein kleines Detail nicht, lehnt das System des abgebenden Anbieters die Anfrage ab und alles muss manuell bearbeitet werden. Ist alles korrekt, legt der abgebende Anbieter den Portierungstermin fest. Das ist der Tag, an dem die alte Rufnummer auf die Simkarte des neuen Anbieters freigeschaltet wird. Meist liegt sie sehr zeitnah am Datum des Endes des alten Vertrags, da die Rufnummer zwischen Vertragsende und Portierungstermin nicht erreichbar ist, auch nicht per Mailbox.

Neue Regelung

Neu ist, dass die Bundesnetzagentur im Zuge der TK-Novelle letztes Jahr (2012) festgelegt hat, dass die abgebenden Anbieter ihren Kunden den Export der Rufnummer zu jeder Zeit ermöglichen müssen. D.h. auch bei Laufzeitverträgen, deren Vertragsende noch nicht in 123 Tagen ansteht, kann die Rufnummer jederzeit zu einem neuen Anbieter portiert werden. Das ist praktisch für Kunden mit einem unpassenden oder zu teuren Tarif, deren Vertrag noch lange läuft und die keine neue Rufnummer verwenden möchten. Der Altvertrag läuft dann entweder mit einer neuen Nummer weiter oder der Altanbieter stellt eine Endabrechnung.


Somit gibt es nun 2 Varianten der Rufnummernmitnahme, die vorzeitige/sofortige Mitnahme und die altbekannte Mitnahme nach Vertragsende.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 26. Januar 2014  

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