Mustafa Görmezer

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Bluetooth DSL Router mit SuSE Linux

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Hier wird beschrieben, wie man mit 2 USB Bluetooth Adaptern mit SuSE Linux 9.1 einen Bluetooth DSL Router einrichtet. Der Bluetooth Adapter im Linux-Rechner fungiert somit als Network Access Point (NAP) für weitere Rechner, die per Bluetooth sich ins Internet oder mit dem Router verbinden können (DSL oder andere Internet Verbindung vorrausgesetzt).

Trotz dieser Hilfe empfehle ich unbedingt die PERSONAL AREA NETWORK HOWTO von Michael Schmidt zu lesen.

Alles was notwendig ist:
  • BlueZ-RPM-Pakete (www.rpmseek.de) oder auf der SuSE Linux 9.1 DVD),
  • IP Adressen der Nameservers Ihres Internet Service Providers (ISP)
  • und 10 Minuten Zeit
Auf dem Router (SuSE Linux 9.1) zu tun:

DSL Geräte Konfiguration mit Yast öffnen: Die IP-Adresse der Netzwerkkarte (mit DSL-Modem verbunden) sollte zunächst die IP-Adresse 192.168.2.1 bekommen. Dabei "Dial on Demand" und "Change DNS during Connection" aktivieren und die beiden IP-Adressen Ihres ISPs eingeben. Für den Timeout der Internetverbindung 0 Sekunden auswählen.

Routing in Yast öffnen und IP Forwarding aktivieren. Default Gateway sollte hier nicht notwendig sein.

Danach die BlueZ Pakete mit Yast von der SuSE Linux 9.1 DVD nachinstallieren (Suche benutzen). Nach einem Reboot, der an dieser Stelle evtl. notwendig ist, den Bluetooth USB-Adapter einstecken und hcitool scan eingeben. Falls ein anderes aktives Bluetooth-Gerät in der Nähe ist, sollte es nun mit seiner spezifischen MAC-Adresse und Rechnernamen angezeigt werden. Falls hier schon Schwierigkeiten auftauchen, kann man mit hciconfig -a das Bluetooth-Gerät abfragen.

Um eine Verbindung von einem anderen Windows-PC aus zu starten, muss auf dem Router ein Deamon laufen, der die Bluetooth-Verbindung akzeptiert. Dies macht der Befehl pand -s -r NAP -M. Nun müsste der Router von einem anderen PC mit Bluetooth erreichbar und sichtbar sein. Der Router wird dabei mit einem Icon namens BlueZ(0) sichtbar. Falls eine PIN abgefragt wird, lautet sie standardmässig "BlueZ" für den Router (klein/groß-Schreibung beachten). Falls Sie nicht von Windows sondern von einer Linux-Kiste aus die Verbindung starten wollen, lautet der Befehl: pand -c MAC-Adresse-des-Routers (sofern die BlueZ-Pakete auf dem Client installiert sind).

Jetzt sollten die beiden Rechner verbunden sein. Aber die Bluetooth-Geräte dürften noch keine korrekte IP-Konfiguration aufweisen. Um dem Bluetooth-Gerät auf dem Router eine feste IP-Adresse zuzuordnen kann man dies mit dem Befehl ifconfig bnep0 192.168.0.1 tun oder man nutzt einen automatischen Mechanismus hierfür indem man eine neue Datei namens /etc/sysconfig/network/ifcfg-bnep0 mit folgendem Inhalt anlegt:

NETMASK='255.255.255.0'
IPADDR='192.168.0.1'
STARTMODE='hotplug'
BOOTPROTO='static'

Ab jetzt bekommt das Bluetooth-Gerät am Router automatisch eine feste IP-Adresse zugewiesen sobald ein anderes Gerät eine Verbindung zum Router aufbaut.

Auf dem Windows-PC zu tun:

Das Bluetooth-Gerät wie folgt konfigurieren:

IP-Adresse: 192.168.0.2
Subnetmask: 255.255.255.0
Default Gateway: 192.168.0.1

Wenn man erneut eine Verbindung von Windows aus aufbaut ist fast alles Perfekt. Nur die Namensauflösung (URL->IP-Adresse) ist noch nicht konfiguriert. Dafür kann man aber iptables nutzen. Mit iptables -t nat -A POSTROUTING -o ppp0 -j MASQUERADE wird das gesamte Netzwerk hinter der IP-Adresse des DSL-Modem maskiert und man kann dann z.B. www.heise.de statt die IP-Adresse auf dem Windows-PC eingeben.

 

pand und iptables automatisch starten:

Hierfür eine Datei namens /etc/ppp/ip-up.d/pand_and_iptables.sh mit folgendem Inhalt anlegen und ausführbar machen (mit chmod 755 Dateiname):

#!/bin/sh pand -s -M -r NAP
/usr/sbin/iptables -t nat -A POSTROUTING -o ppp0 -j MASQUERADE

Von nun an wird nach start der Internet-Verbindung der PAN Deamon für Bluetooth-Geräte automatisch gestartet und iptables maskiert das gesamte Netz hinter der IP-Adresse des DSL-Modems.

Jetzt müsste der Router perfekt laufen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, können Sie es mit einem Neustart probieren. Manche Änderung erfordert eben einen Neustart. Falls Sie immernoch Probleme haben können Sie mir das an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mitteilen...

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 30. August 2006  

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